Die Herausforderung der Automobilindustrie
In den Werkshallen der Automobilindustrie, wo tagtäglich Rohmaterialien in Fahrzeuge verwandelt werden, sind die Geräusche und der industrielle Geruch allgegenwärtig. Doch neben diesen vertrauten Eindrücken gibt es eine unsichtbare Herausforderung: den CO2-Fußabdruck. Während konventionell angetriebene Autos während der Fahrt CO2 ausstoßen, liegt bei Elektrofahrzeugen der Schwerpunkt auf den Emissionen während der Produktionsprozesse.
ŠKODAs ehrgeiziger Plan
ŠKODA hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, den ENYAQ iV mit einer CO2-neutralen Bilanz auf den Markt zu bringen. Dazu wurden in jedem Produktionsstadium die Emissionen genau analysiert und Maßnahmen zu deren Reduzierung initiiert.
- Mladá Boleslav Werkstrategie: Umstellung auf 100% erneuerbare Energien und Optimierung der Produktionsabläufe.
- Zusammenarbeit mit Lieferanten: Förderung des Einsatzes sauberer Energie und nachhaltiger Materialien.
- Kompensation unvermeidbarer Emissionen durch CO2-Zertifikate.
Der Weg zur CO2-Neutralität
Der „Carbon Trail“ – also die Gesamtsumme der Emissionen, die durch den Abbau von Metallen, die Veredelung der Materialien, die Produktion und den Transport entstehen – wurde von ŠKODA akribisch erfasst. Trotz der ehrgeizigen Anstrengungen blieb ein Rest unvermeidbarer Emissionen, die durch den Einsatz von CO2-Zertifikaten kompensiert wurden.
Ergebnis: Ein emissionsneutrales Fahrzeug
Der ŠKODA ENYAQ iV wurde abschließend als emissionsneutral eingestuft. Diese Leistung ist nicht nur ein bedeutender Meilenstein für die Marke selbst, sondern auch ein inspirierendes Beispiel für die gesamte Automobilindustrie.
Lehren für die Branche
Das Beispiel von ŠKODA zeigt, wie essenziell Transparenz und die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten für die Emissionsreduktion sind. Saubere Produktionsstätten und der durchdachte Einsatz von CO2-Zertifikaten vervollständigen den ganzheitlichen Ansatz.
Ein Wandel in der industriellen Fertigung
Diese Bemühungen spiegeln einen umfassenderen Wandel in der Produktion wider, bei dem der Fokus stärker auf der Reduktion von CO2-Emissionen liegt. CO2-Zertifikate werden hierbei als ergänzende Werkzeuge, jedoch nicht als Ersatz für tatsächliche Reduktionsmaßnahmen verstanden.
Fazit
Der Weg von ŠKODA zur Schaffung eines CO2-neutralen Elektrofahrzeugs liefert wichtige Erkenntnisse für die Automobilindustrie – von der Notwendigkeit zur Emissionsreduktion bis hin zur Rolle von CO2-Zertifikaten. Die Zukunft der Fahrzeugproduktion ist untrennbar mit der Herausforderung des Klimaschutzes verbunden.